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Die Wechseljahre des Mannes - Welche Veränderungen stellen sich ein?

Ab dem 40. Lebensjahr können bei Männern körperliche und seelische Veränderungen auftreten, welche durch einen Mangel an Androgenen ausgelöst sind. Diese betreffen verschiedene Organsysteme und sind auf die Veränderung in der Hormonausschüttung zurückzuführen.

Körperliche Veränderungen bei Androgenmangel:

  • Knochengerüst:
    Androgene hemmen den Knochenabbau und fördern den Knochenaufbau. Ein Mangel an Testosteron führt zu Osteoporose und erhöht das Risiko der Knochenbrüche (Schenkelhalsfraktur) im Alter.
  • Muskulatur:
    Androgene führen zur Zunahme der Muskelmasse und Muskelkraft (anabole Wirkung) Ein Mangel führt zu Kraftminderung und Muskelatrophie (Muskelabbau) Rückenschmerzen könne die Folge sein.
  • Fettgewebe:
    Androgene bewirken eine Zunahme der fettfreien Körpermasse Ein Mangel führt zur Umwandlung von Muskelmasse in Fettgewebe, der Fettanteil am Körpergewicht steigt, es vergrößert sich der Bauchumfang (Zunahme der viszeralen Fettmasse- Bierbauch!).
  • Haut/Haare:
    Androgene beeinflussen die Hauttalgproduktion stimulieren das Bart- und Körperhaarwachstum. Bei Mangel wird die Haut wird trockener, die Barthaare spriessen langsamer.
  • Psyche:
    Androgene beeinflussen die Stimmungslage, Konzentrations- und Merkfähigkeit. Ein Mangel führt zu depressiver Verstimmung, Antriebslosigkeit und Merkfähigkeitsstörungen, die Durchsetzungsfähigkeit, z. B. im Berufsleben, sinkt.
  • Sexualfunktion:
    Androgene sind Sexualhormone welche die Lust auf Sex, sexuelle Phantasien, spontane nächtliche Erektionen sowie die Häufigkeit von Orgasmen und Ejakulationen bewirken. Ein Mangel bewirkt sexuelle Lustlosigkeit und Erektionsstörungen. Die äußeren Genitalien bilden sich zurück.
  • Blutbildung:
    Androgene stimulieren die Bildung roter Blutkörperchen (Erythropoese) Ein Mangel führt zu Blässe und Blutarmut (Anämie). Müdigkeit und Leistungsschwäche können die Folge sein. Durch Beeinflussung des Immunsystems können Probleme bei der Infektabwehr auftreten.
  • Stoffwechsel und Kreislauf:
    Androgene vermindern nicht das HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin und das Gesamtfett nehmen leicht ab- die meisten epidemiologischen Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen niedrigeren Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen und höheren Testosteronspiegeln.
Filmbeitrag:
Wechseljahre des Mannes
Wechseljahre des Mannes - Mythos oder Realität? Unter diesem Titel wurde am 15.09.2010 im SWR-Fernsehen ein Filmbeitrag ausgestrahlt, der teilweise in unserer Praxis und teilweise in der Uniklinik Freiburg gedreht wurde. SWR-Autor Harold Woetzel portraitiert in seinem Film Männer in der Lebensmitte zwischen Midlife-Crisis und Hormontief und fragt nach Wegen aus der Krise.
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