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Erektionsstörungen - Behandlung

Angesichts der zahlreichen Möglichkeiten, durch die Potenzstörungen hervorgerufen werden können, sind zunächt eine sorgfältige Untersuchung und Diagnosestellung notwendig. Folgende Behandlungen erfolgen im Rahmen der Sexualtherapie:
  • Sexualtherapeutisches Gespräch
  • Aphrodisiaka
  • Sildenafil (Viagra®)
  • SKAT
  • MUSE
Bei rein psychogenen Erektionsstörungen ist eine Sexualtherapie im Sinne einer Gesprächs- oder Partnertherapie sinnvoll.

Bei der unkomplizierten erektilen Dysfunktion können bereits Aphrodisiaka helfen. Diese meist pflanzlichen Mittel haben einen sexualstimulierenden Effekt und sind z.Teil bereits seit der Antike als Mittel zur Lust- und Potenzsteigerung bekannt.

Sildenafil (Viagra®): durch Einnahme einer Tablette wird etwa eine Stunde später eine Erektion einsetzen. Sildenafil wirkt durch eine Relaxation der Muskelfasern, die sich an den Blutgefäßen befinden. Das Medikament ist nebenwirkungsarm, es darf jedoch keinesfalls bei Patienten angewendet werden, die auch mit organischen Nitraten (z. B. Nitrolingual®-Spray, Isoket® u. a.) behandelt werden, weil in dieser Kombination stärkste Blutdruckabfälle den Tod herbeiführen können! Leichtere Nebenwirkungen sind unter anderem Kopfschmerzen, Erröten und verstopfte Nase. Bitte sprechen Sie wegen der Nebenwirkungen unbedingt mit ihrem Arzt!

Alprostadil: Diese Substanz kann einfach und weitgehend schmerzfrei in den Schwellkorper gespritzt werden- dieses Vorgehen wird als SKAT-Injektion bezeichnet - oder auch als Lösung in die Harnröhre gegeben werden. Nach zehn bis zwanzig Minuten ist mit einer Erektion zu rechnen, die dosisabhängig 30 bis 60 Minuten anhalten wird.

MUSE: Bei diesem Verfahren wird Prostaglandin in Form eines Feststoffzylinders in die Harnröhre eingeführt und führt hier zu einer Aufnahme des Wirkstoffes in die Schwellkörper und nachfolgender Erektion

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese Medikamente. Er wird Sie auch über die Nebenwirkungen aufklären. In seltenen Fällen, nämlich wenn die medikamentöse Therapie nicht zum Erfolg führen kann, wird auch eine Operation erwogen werden, bei der die Schwellkörper durch Implantate ersetzt werden. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen kann es sinnvoll sein, psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Filmbeitrag:
Wechseljahre des Mannes
Wechseljahre des Mannes - Mythos oder Realität? Unter diesem Titel wurde am 15.09.2010 im SWR-Fernsehen ein Filmbeitrag ausgestrahlt, der teilweise in unserer Praxis und teilweise in der Uniklinik Freiburg gedreht wurde. SWR-Autor Harold Woetzel portraitiert in seinem Film Männer in der Lebensmitte zwischen Midlife-Crisis und Hormontief und fragt nach Wegen aus der Krise.
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